Massenarmut, verschärfter Druck auf Erwerbslose, Arbeitszwang …und wie wir uns dagegen wehren können
Info- und Diskussionsveranstaltung in Frankfurt am Main Referent: Frank Jäger (Tacheles e.V., Wuppertal)
Vor 5 Jahren gingen hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die umfassenden „Reformen“ der Sozialgesetzgebung zu protestieren, die dann als „Hartz-Gesetze“ bekannt wurden. Seitdem sind Millionen Betroffene in die Armut abgerutscht, rund 600.000 arbeiten in „Ein-Euro-Jobs“ und gerade in letzter Zeit wurde die Praxis der Arbeitsagentur im Umgang mit ihren „Kunden“ noch deutlich verschärft.
Wir versuchen in dieser Veranstaltung
Ebenfalls in diesen Zusammenhang gehört der Trend zu ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen und Jobs von denen auch in Vollzeit zunehmend viele Menschen nicht mehr leben können. Agenda 2010 und Hartz-Gesetze hatten und haben eindeutig in dieser Hinsicht eine verheerende Rückwirkung auf den „ersten Arbeitsmarkt“.
Für uns stellt sich heute auch die Frage, wie Menschen mit und ohne Lohnarbeit oder zu viel davon, Prekäre, Minijobber, in Scheinselbständigkeit oder Schwarzarbeit gedrängte ArbeiterInnen sich gemeinsam gegen Ausbeutungsverhältnisse und Ämterstress wehren können.
Zeit: Freitag 31. Oktober um 20 Uhr
Ort: SIKS, Koblenzer Str. 9 (nahe Galluswarte), Frankfurft a. M.
Veranstaltet von: IWW-Ortsgruppe Frankfurt/Rhein-Main
The main Health and Safety inspector attending the scene told Glasgow Sheriff Court that the lorry tail-lift that killed Dr Graham Meldrum at Allied Bakeries Glasgow depot in July 2005 was not operational. The lorry should not have been on the road, he stated. The Fatal Accident Inquiry into Dr Meldrum’s workplace death started its fifth week on 11th August, and heard damning evidence of corporate disregard for workers’ safety.
Bericht von der weltweiten Mitglieder-Versammlung der IWW in London
Am 30. und 31. August 2008 fand in London die General Assembly (Allgemeine Versammlung) der Industrial Workers of the World statt. Zum ersten mal fand diese Zusammenkunft, die seit 1905 (der IWW-Gründung in Chicago) jährlich stattfindet, außerhalb der Vereinigten Staaten statt.
Dass ein Ort in Europa gewählt wurde, trägt einer sich ändernden internationalen Struktur der kleinen libertären Gewerkschaft Rechnung (Mitgliederstand derzeit: 2.000 - 2.500). Die britischen Wobblies, die noch in den 1990er Jahren nur wenige Einzelmitglieder hatten, verzeichnen momentan ein - für syndikalistische Verhältnisse - fast rasantes Wachstum. Die Mitgliederzahl der britischen Regionalstruktur (BIROC) ist in den vergangenen zwei Jahren von 250 auf 500 angewachsen.
Es gibt dort Ortsgruppen in diversen Städten, Regionalstrukturen u.a. in Schottland und den West Midlands, sowie funktionierende landesweite Branchenstrukturen in den Sektoren Bildung und Gesundheit. So drängen vor allem die britischen Wobblies darauf, die weltweiten Strukturen und Regularien der Gewerkschaft einer neu entstehenden Internationalität anzupassen.
Zu dem Treffen reisten etwa 100 Einzelpersonen an, die Mehrzahl aus England. Es kamen weniger US-AmerikanerInnen als vielleicht zu erwarten, da der abrutschende Dollar-Kurs Flugreisen stark verteuert hatte. Dennoch waren u.a. die Städte New York, Chicago, Philadelphia, Oakland (San Francisco), Twin Cities vertreten, sowie das kanadische Edmonton. Aus der deutschsprachigen Gliederung der IWW (GLAMROC) waren acht Mitglieder angereist. Mit der CSR und der CNT-F entsandten zwei syndikalistische Organisationen aus Frankreich Gäste.
My father was a miner…
Die Versammlungen fanden in der altehrwürdigen holzgetäfelten Toynbee Hall im East End von London statt, wo bereits Rudolf Rocker 1912 zu streikbereiten Textil-ArbeiterInnen gesprochen hat. Das Treffen wurde am Samstag, den 30. August 2008 gegen 11 Uhr von Mark Damron, dem amtierenden General Secretary Treasurerv der IWW eröffnet. Seine Art, das zu erledigen, ist - zumindest in den Erinnerungen der Kölner Ortsgruppe - schon heute legendär.
Mark Damron, ein imposanter Mann um die 50, haute mit dem rechten Arm mit voller Wucht auf den Tisch, und formte so einen brachialen Rhythmus in mittlerem Tempo. Andere stimmten klatschend ein. Wir dachten: „In welcher okkulten Sekte sind wir hier gelandet?“ Dann begann er aus voller Kehle laut, ja zornig zu singen: „My father was a miner, and I´m a miners son. And I stick to the Union till every battle´s won“ Er füllte unverstärkt den gesamten Saal. Den Refrain konnten wir bei der zweiten Wiederholung auch mitsingen: „Which side are you on? Which side are you on?“ Möglicherweise hat es an meinem verborgenen Erbe als Enkel eines lutheranischen Predigers gerührt, vielleicht liegt es an meiner Herkunft aus einer kleinen Bergarbeiterstadt in Westfalen, jedenfalls lief es mir feurig den Rücken herab.
Was eine General Assembly der IWW ist
Die jährliche Versammlung hat prinzipiell keine Beschlusskraft. Ihre entscheidende Funktion ist es, das allgemeine Mitglieder-Referendum der IWW vorzubereiten, welches per schriftlicher Wahl weltweit unter allen Einzelmitgliedern der IWW am Ende jeden Jahres durchgeführt wird. Es werden Fragen für das Referendum erörtert und per Mehrheitsentscheid zugelassen oder abgelehnt. Außerdem wird eine KandidatInnen-Liste für zu wählende Funktionen verabschiedet. Die Assembly ist sozusagen ein Filter.
Die wohl wichtigste und im Vorfeld am hitzigsten diskutierte Frage, betraf die Struktur der Verammlung selbst. Die Mehrheit der europäischen Wobblies wollen die General Assembly in Zukunft zu einem Delegierten-Treffen umwandeln. Es soll nicht dem Zufall und der Wahl des Ortes überlassen bleiben, in welcher personellen Zusammensetzung das Treffen stattfindet, sondern es soll klare Regelungen geben, die sicherstellen, dass z.B. die europäischen Wobblies auch dann adäquat repräsentiert werden, wenn die nächste Versammlung sagen wir an der amerikanischen Westküste stattfindet. Eine solche Delegierten-Struktur, in der Ortsgruppen, Betriebsgruppen und Branchen-Gewerkschaften der Anzahl ihrer Mitglieder entsprechend repräsentiert wurden, gab es bis in die 1950er Jahre. Da die IWW in den USA seinerzeit bis auf ca. 100 Mitglieder geschrumpft war, schaffte man das System ab, einfach um unnötigen technischen Aufwand zu vermeiden. Heute - wo die IWW sich mit der Perspektive einer neuen Blüte auseinander zu setzen beginnt - scheint das vielen nicht mehr zeitgemäß zu sein.
In den USA gibt es eine starke - wenn auch minoritäre - Strömung die sich gegen Veränderungen sträubt und lieber so weiter macht, wie in den vergangenen 50 Jahren. Sie bringt ein föderales Modell nach dem Vorbild der Internationalen Arbeiter Assoziation (IAA) ins Spiel, bei dem Länder oder Regional-Strukturen weitgehend autonom voneinander vor sich hin agieren und wirtschaften würden. Wer die Grabenkämpfe, Animositäten, ja Verrücktheiten der anarchosyndikalistischen IAA in den letzten Jahrzehnten auch nur am Rande erlebt hat, kann vor einem solchen Föderalismus nur warnen. Eine zentrale Grundidee der IWW, der One Big Union, dass nämlich jede Arbeiterin und jeder Arbeiter der Welt jederzeit und an jedem Ort beitreten kann und die gleichen Rechte besitzt, dass es für uns als ArbeiterInnen prinzipiell keine nationalen Grenzen gibt und kein Denken in staatlich begründeten Kästchen und Territorien, ist für mich jedenfalls ein entscheidender Grund für den Beitritt gewesen.
Natürlich sind noch weitere organisationsinterne Fragen erörtert und abgestimmt worden, deren Darlegung hier zu weit führen würde. Für die deutschsprachigen Wobblies bestand der Haupteffekt des Wochenendes im Kennenlernen der IWW-Diskussions-Kultur, die sehr strukturiert und zivilisiert zu nennen war, und im Knüpfen von Kontakten. Wir bilden die erste Regionalstruktur der IWW seit Jahrzehnten, die außerhalb des englischsprachigen Raumes versucht Fuß zu fassen. Wir wurden mit großem Interesse aufgenommen und sind mit einer Menge an Eindrücken und persönlichen Bekanntschaften heimgekehrt.
Ach ja: Köln wurde - neben Städten in den USA - als Ort für die weltweite IWW-Versammlung im August/September 2009 vorgeschlagen. Die Ortgruppe hat respektvoll ablgehnt. Es gibt aber Überlegungen für 2010 zu kandidieren. Mal sehen.
Heiner Stuhlfauth (IWW Köln)
Der Artikel ist in der libertären Monatszeitung “Graswurzelrevolution” Nr. 332 erschienen.
The store is near the corner of Swanston and Grattan Streets (close to Melbourne Uni).
This week, as university students are back on campus, UNITE has decided to target the 7-Eleven store in Carlton closest to Melbourne University. We will be letting students know about the super-exploitation taking place at 7-Eleven stores.
This store is usually visited by hundreds of students who study at Melbourne Uni or who live around the area. We will use the action to highlight the illegal employment practices that 7-Eleven is engaged in. We will also ask students to consider shopping at a convenience store that does not rip-off their fellow students.
Plans are also in place to letterbox the many apartment blocks in the area where thousands of students live. We will be distributing our very popular leaflet titled 7-Eleven: High prices and low pay! Please come along to the action or if you can help letterbox an area contact Anthony Main on 0417368215.
Starbucks settles NLRB complaint of fired barista
By LAUREN SHEPHERD
NEW YORK (AP) — Starbucks Corp. has settled a National Labor Relations Board complaint with an employee who said he was fired this summer for promoting union activity.
The agreement marks the gourmet coffee chain's third settlement of an NLRB complaint alleging the company was attempting to dissuade employees from joining a union.
The settlement stemmed from a complaint filed in July by Minneapolis barista Erik Forman who claimed he was fired for encouraging workers to join the Industrial Workers of the World union.
-->FOR IMMEDIATE RELEASE:
Starbucks Workers Union/Industrial Workers of the World
Contact: Erik Forman, 608-695-8705
October 1, 2008
Starbucks Settles Labor Board Case Over Illegal Union-Busting in Minnesota
Fired Union Barista Reinstated to Mall of America Location after Union Pressure Campaign
Minneapolis, MN– The Starbucks Workers Union announced today that Starbucks has settled with the National Labor Relations Board on charges of anti-union malfeasance, ranging from interrogation of union activists, threats against workers, illegal firings, to surveillance of union activity. The settlement agreement comes in the wake of the reinstatement of IWW barista Erik Forman to the Mall of America location on August 31. Forman, a union organizer, was illegally fired on July 10 for allegedly “discussing a written warning with a peer.”
Forman said, “Sadly, Starbucks has continued the legacy of illegal union-busting against the IWW that they initiated in New York City in 2004. We have shown that they won’t get away with it in Minnesota. The public is on our side. The law is on our side. We will keep organizing until we win justice for baristas.”
This is the third NLRB settlement Starbucks has entered into in its four-year battle with the Industrial Workers of the World, a labor union. Since the launch of the IWW campaign at Starbucks on May 17, 2004, the company has been cited in three states for illegal union-busting by the National Labor Relations Board. The company settled three complaints against it and is awaiting a decision by a judge in New York on more than 30 additional rights’ violations. Starbucks’ large anti-union operation is operated in conjunction with the Akin Gump law firm and the Edelman public relations firm. In Minnesota, Starbucks has contracted with unionbusting consultants Halleland Lewis Nilan & Johnson.
-->"The laws they have at their disposal have no
place in a so called democratic society like
Australia and they use those laws freely to go
after ordinary workers."Noel Washington
Fellow worker, Noel Washington is under threat
of going to prison because he will not go before
a commission where he loses:
His right to not answer questions
His right to choose his lawyer
Fellow Workers,
Some in our class are being treated like criminals if they engage in actions of solidarity. In response, we should show solidarity with them. You'll find a pdf file attached here which you can print out and circulate.
Classwide unity trumps narrow, individualist alienation.
Nachruf auf einen US-amerikanischen Folksänger, Anarchisten und Gewerkschafter (15. Mai 1935 – 23. Mai 2008)
Ein Artikel von Heiner Stuhlfauth erschienen in der libertären Zeitung Graswurzelrevolution (Nr. 331, August 2008)
Mit Utah Phillips verstarb Ende Mai ein Singer-Songwriter, der in der Landschaft der amerikanischen Gegenkultur über Jahrzehnte seinen Platz hatte und der in den 70er und 80er Jahren so etwas wie der offizielle Botschafter der Industrial Workers of the World war, in einer Phase, in der die Gewerkschaft mangels Nachwuchs beinahe verschwunden wäre.
„In Amerika ist das Langzeit-Gedächtnis die radikalste aller Ideen“, zitierte er seine Freundin Rosalie Sorrels. Utah Phillips war ein Fackelträger in düsteren Zeiten, auch wenn das pathetisch klingen mag. Phillips repräsentierte seine Generation in einer Reihe politischer Folk-Sänger, die von Joe Hill (1879-1915) über Woody Guthrie (1912-1967) und Pete Seeger (*1919) reicht. Zu dieser Tradition gehörten neben einer Musik, in der sich Folk, Country, Hillbilly, ein wenig Blues und irische Balladen mischten, politische, oft tagesaktuelle und berichterstattende Texte, sowie ein Lebensstil der es erlaubte und erforderte herum zu reisen und - wo es ging - aktuelle Kämpfe zu unterstützen.
Was die US-Sänger von ihren deutschen Kollegen wie Wader, Degenhard, Süverkrüp unterschied war Coolness, Humor, auch Selbst-Ironie (und vom stalinistischen Pathos eines Barden wie Ernst Busch wollen wir gar nicht reden). Kein falsches Betroffenheits-Gedusel, pseudo-religiöses Gehabe, keine Belehrungen, die Musik musste rollen und mitreißen.
Utah schrieb viele eigene Songs, zu seinen Verdiensten gehörte aber auch, dass er die Lieder der frühen Wobblies, Lieder von Joe Hill und anderen wie „There is Power in a Union“, „Halleluhjah I´m a bum“, „Dump the bosses of your back“, die aus einer Zeit stammen, die keine Aufnahmetechnik kannte, in das digitale Zeitalter überführte.
Utah. Sein Name erzählt bereits eine Menge. Bruce Duncan Phillips benannte sich wie eines seiner Vorbilder, der Country-Star T. Texas Tyler (1916-1972), nach dem Bundes-Staat, aus dem er stammte. Phillips kam aus Salt Lake City. „War jemand schon mal in Utah?“, fragt er auf einem Konzert-Mitschnitt, nachdem er den ersten Song beendet hat. Einer im Publikum antwortet schüchtern: „Ja“. Phillips zurück: „Warum?“ Das Publikum reagiert mit spontanem Gelächter. Der Landstrich scheint das zu haben, was man heute ein Image-Problem nennt. Phillips setzt noch einen drauf: „Wenn Du Dir einen runterholst, gilt das in Utah schon als Inzest.“
Joe Hill ist 1915 in Salt Lake City, der Hauptstadt des bigotten Mormonen-Staates hingerichtet worden. Joe Hill verfügte in seinem Testament, dass er überall, nur nicht in Utah begraben sein wollte. Utah Phillips zog mit dem christlichen Anarchisten und IWW-Mitglied Amon Hennacy, dem Mann der ihm die Augen öffnete, 1961 in Salt Lake City das „Joe-Hill-Haus der Gastfreundschaft“ auf, ein Asyl für Wanderarbeiter, Landstreicher und Penner. Es war vermutlich keine Tat der Wiedergutmachung an Joe Hill, sondern gelebte Renitenz gegenüber dieser Stadt. Salt Lake City bot sich als Knotenpunkt an. Im Winter kamen viele Hobos und Tramps aus Chicago auf dem Weg ins mildere Kalifornien vorbei. Das Projekt musste 1968 schließen und Utah ging auf Reisen. Im Gepäck die Lebensgeschichten alter Vagabunden und die Songs der Wobblies.
Phillips war von Zügen fasziniert. Er erzählte in seinen Liedern von der vergangenen Zeit, in der ein Spinnen-Netz aus Bahnlinien die USA überzogen, als die Kinder sich die Namen von berühmten Zügen nannten, wie sie später von Buick, Chevrolet, Dodge und Lincoln sprachen: Dem Wabash Cannonball, Montreal Limited, City of New Orleans, Portland Rose. Der Song „Daddy what´s a train?“ spielt damit, dass Kinder eines nahen Tages keine Vorstellung von diesem prächtigen Medium haben würden. Utah Phillips beklagte seit Jahren, dass dieses Netz durch Fixierung auf das Automobil systematisch zerstört wurde. Heute spielen Züge in den USA nur noch im Güter-Verkehr eine Rolle. Im Zuge von Ölpreis-Entwicklung und wirtschaftlicher Depression werden sich in Zukunft weit mehr Amerikaner mit Wehmut daran erinnern, dass Züge früher auch Passagiere befördern konnten.
Eine große Karriere ist ihm erspart geblieben. Sein Erstling, die LP „Good though“ (1972) kam gut an, sie blieb über Jahre die einzige. Seine darauf enthaltene Erzählung „Moose Turd Pie“, ein humoriger Spoken-word-Vortrag, in dem er seine Erfahrungen als Arbeiter und Koch unter Schienenlegern verarbeitete, wurde 1973 häufig im Radio gespielt, so dass Utah bundesweit bekannt wurde. Emmylou Harris machte aus „Green Rolling Hills“ einen Hit; „The Goodnight-Loving Trail“ wurde zu einem häufig gecoverten Klassiker. Über die Jahre baute er sich auf seinen Reisen eine treue und solide Publikumsbasis auf. Seine Monologe, Erzählungen und launischen Jokes zwischen den Songs waren vermutlich genauso wichtig für Utahs Bühnen-Show, wie seine Songs. Mit selbstironischem Understatement sagte er über sich selbst: „Es ist wichtiger sympathisch zu sein, als Talent zu haben.“
In den 90ern wurde er zu einem Elder-Statesman der US-Folk-Szene. Ani di Franco nahm zwei Alben mit ihm auf, eines wurde für den Grammy nominiert, mehr nicht. Als er 2004 aufgrund von Herz-Problemen weniger reisen konnte, startete er eine Radio-Show, die von verschiedenen Stationen in den USA übernommen wurde - Loafer’s Glory: The Hobo Jungle of the Mind.
Als sein Herz ihn zwang, 2007 auch die wichtigsten Folk-Festivals sausen zu lassen, war klar, dass es ernst würde. Die IWW und die Folk-Community begannen, für ihren Veteranen Geld zu sammeln, um ihm einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Der wurde recht kurz. Am 23. Mai diesen Jahres soll ein fürchterliches Unwetter seinen letzten Wohnort, Nevada City in Kalifornien, heimgesucht haben. Seine Angehörigen erzählen sich, dass Bruce Duncan Phillips, genannt Utah „The Golden Voice of the Great Southwest“, auf einem prächtigen Blitzschlag heimwärts geritten sei.
Sliding Stuhlfauth (IWW Köln)
Longtime JC friend Dan Jaffee was recently awarded the 2007 C. Wright Mills Book Award for the book based on his Ph.D. dissertation from UW, Brewing Justice: Fair Trade Coffee, Sustainability, and Survival. It's kind of a big deal, and well deserved.
As explained by the Society for the Study of Social Problems which administers the award:
C. Wright Mills wrote in The Power Elite that: “Only when mind has an autonomous basis, independent of power, but powerfully related to it, can mind exert its force in the shaping of human affairs. This is democratically possible only when there exists a free and knowledgeable public, to which [people] of knowledge may address themselves, and to which [people] of power are truly responsible.”
They award the prize to the book that most effectively:
1) critically addresses an issue of contemporary public importance,
2) brings to the topic a fresh, imaginative perspective,
3) advances social scientific understanding of the topic,
4) displays a theoretically informed view and empirical orientation,
5) evinces quality in style of writing,
6) explicitly or implicitly contains implications for courses of action.
Congrats Dan!
Die Journalistin Gitta Düperthal schreibt anlässlich einer Veranstaltung in Frankfurt/Main über die Organisierung der IWW unter LagerarbeiterInnen in Brooklyn und Queens (New York) und Angestellten der Kaffee-Haus-Kette Starbucks.
Wir dokumentieren einen Artikel der linken Tageszeitung junge welt vom 9. September 2008:
Bei den »Wobblies« hat die Basis das Sagen. In New York sind die »IndustriearbeiterInnen der Welt« (IWW) mit der »direkten Aktion« erfolgreichGewerkschaft ist wie eine Familie. Man liefert hier nicht nur einfach seine Beiträge ab«, sagt eine der Gewerkschafterinnen der IWW, die bei der Café-Kette Starbucks in New York arbeitet. So beschreibt sie die Arbeit in der »Industrial Workers of the world« (IndustriearbeiterInnen der Welt), in der allein die Mitglieder das Sagen haben, die liebevoll »Wobblies« genannt werden. Ähnliches berichtet auch die 24jährige Stefanie Basile, die seit 2006 die Kampagne prekärer Lagerarbeiterinnen der Wobblies in New York unterstützend begleitet. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag in Frankfurt am Main konnten deutsche Gewerkschafter über den Elan der jungen Gewerkschafterinnen nur staunen. Beeindruckt nahm man deren Strategie der »direkten Aktion« zur Kenntnis: Mit nur wenigen entschlossenen Kolleginnen und Kollegen setzten die Wobblies eine Firma ökonomisch derart unter Druck, daß es ihnen gelang, einige Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen durchzusetzen. In der Diskussion erklärte Basile, wie es dazu kommt, daß sich Arbeiter völlig eigenständig organisieren: »Sie kennen sich lange Zeit, verbringen Freizeit miteinander, spielen Fußball und bereden persönliche Probleme: »Das hilft, den Arbeitskampf gemeinsam zu organisieren.«
Einfache StrategieDas Prinzip, nach dem die Basisgewerkschaft arbeitet, ist ebenso einleuchtend wie erfolgreich. Stefanie Basile erläutert es am Beispiel der Firma Wild Edibles, eines Fisch- und Meeresfrüchte-Lieferanten. »Das ist unser Erfolgsprojekt, hier haben wir eine große Chance zu siegen«, frohlockt sie. Neben überlangen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen kennzeichnen dort rassistische Diskriminierung von Arbeiterinnen, Druck und Angst das Arbeitsklima. Kolleginnen und Kollegen aus anderen Herkunftsländern, die keine Papiere haben, droht zudem bei Verlust der Arbeit obendrein die Abschiebung. Beschwerden über unfaire Behandlung habe der Inhaber des Unternehmens, Richard Martin, konsequent ignoriert. Wer Kritik äußerte, sei gefeuert worden. Als Mittel des Kampfes sei daher der Boykott gewählt worden. Kleine vornehme Restaurants, Abnehmer des Großhändlers, wurden bedrängt, keine Meeresfrüchte und Fische mehr von Ausbeutern zu kaufen, die gewerkschaftsfeindliche Praktiken anwenden.
Die Strategie ist einfach und wirkungsvoll, denn Unternehmen fürchten ein schlechtes Image. »Zunächst einigten sich die Wobblies, die sich jeden Samstag treffen, darauf, auf welche Weise der Konflikt eskaliert werden soll«, berichtet Basile. Dann sei eine Gruppe der Wobblies, die sogenannten »brandworkers«, aus Sozialaktivisten und Unterstützern bestehend, zur Aktion geschritten. Zuerst schreibt die IWW einen Brief an die Restaurantchefs: Kauft nicht bei Ausbeutern. Darin wird geschildert, auf welche Weise der Lieferant die Arbeitnehmer schikaniert. Bleibt die Antwort aus, wird nachgelegt. Mehrere Leute rufen an. Gibt es wiederum keine Reaktion, wird Öffentlichkeit über die Presse hergestellt. Hilft auch das nichts, laufen sechs Leute etwa eine Stunde vor dem Restaurant im Kreis und rufen Parolen wie: »Kauft nicht bei Firmen, die Arbeiterrechte verletzen.« Passiert immer noch nichts, geht es weiter: Besucher des Restaurants werden beim Speisen aufgeklärt. So sei es gelungen, rund 40 Restaurantbesitzer zu überzeugen, bei »Wild Edibles« solange nicht mehr einzukaufen, bis der Arbeitgeber sich bereit erklärt zu verhandeln. Natürlich seien Prozesse gegen die IWW angestrengt worden: »Das stört uns Wobblies nicht weiter, das gehört bei einer erfolgreichen Kampagne dazu«, erläutert Basile.
Junge LeuteBei Starbucks in Minnesota wurde gerade wieder ein Arbeiter gefeuert. Die Eskalationsschiene ist hier noch am Anfang: Derzeit rufen Leute beim Chef an und fordern ihn auf, den Arbeiter wieder einzustellen. Eine interessante Frage ist, warum junge Leute, die doch für deutsche Gewerkschaften mitunter schwer zu gewinnen sind, bei den Wobblies aktiv mitmachen. Einer der deutschen Kollegen vermutet: »Junge Leute leisten sich gern eine eigene Meinung und lassen sich nicht gern als schweigende und zahlende Mitglieder in eine starre Institution einbinden.«
The Clydeside General Membership Branch will be holding their next monthly meeting on Wednesday 17th September, 7pm in the Electron Club Room at the CCA, 350 Sauchiehall Street, Glasgow G2 3JD. If you need help finding the Electron Club room please ask at the front desk or at the bar.
Edinburgh GMBThe Edinburgh General Membership Branch will be holding their next monthly meeting on Monday 8th September, 7.30pm (7pm to pay dues) at the Autonomous Centre of Edinburgh 17 West Mongomery Place, Edinburgh EH7 5HA.
Dumfries GMBThe Dumfries General Membership Branch will be holding their next monthly meeting on Monday 15th September, 7.30pm at The Tam O’Shanter, 113-117 Queensbury Street, Dumfries DG1 1BH (opposite a car park). Arrive early to get a seat.
All are welcome to come along to branch meetings to find out more about the union, sign up and/or pay dues. Branches will also be discussing important industrial activity in the area of which all are welcome to contribute.
To get occasional emails about upcoming IWW activity please join our announcement list :
https://lists.riseup.net/www/info/iwwscotlandannounce
or email iwwscotlandannounce-subscribe@lists.riseup.net
Please circulate widely.
On the 21st August Chris Lockwood, union organiser and member of the Industrial Workers of the World was fired from his bar job at the Showroom Cinema in Sheffield (UK). This has been part of a long campaign by management of picking off and isolating workers who have voiced objections to recent changes that have worsened the conditions of all who work there. The Showroom cinema is a registered charity and claims to be an "investor in people", yet has consistently attacked workers pay and conditions with the sole aim of greater profits.
We believe that every worker (no matter what the industry) is entitled to respect and should be organised to defend themselves in the work place. Chris’ firing represents a direct and illegal attack against union organising. Management have refused our request to review his dismissal, so on the 12th of September members of the Industrial Workers of the World will be picketing the Showroom cinema to demand the immediate reinstatement of Chris Lockwood.
Scroll down to find out how you can support us:
By LAUREN SHEPHERD
AP BUSINESS WRITER
August 29, 2008
NEW YORK -- A barista who said he was fired from Starbucks Corp. for helping to organize fellow workers into a union has been given his job back.
In a preliminary reinstatement agreement dated Aug. 14 obtained by The Associated Press, Starbucks said its firing of employee Erik Forman was "ill-considered and should be reversed."
Forman said he will start back at work on Sunday at the same Mall of America location in Minnesota that he was fired from in July.
When he worked there, Forman said he had been talking to employees at his own store and at other stores in the area about joining the Industrial Workers of the World union.
In an interview, Forman said although several other employees at the store were members of the union, "I was the most vocal and the most active."
Starbucks spokeswoman Tara Darrow confirmed that Forman was being given his job back but said his firing and reinstatement had nothing to do with his support for the union.
"We don't track our partners' involvement in those organizations," Darrow said.
Forman said he was fired July 10 after he received a "final written warning" for showing up half an hour late to work. The warning followed two prior instances of tardiness a year earlier. Once a final written warning is issued, an employee may be fired.
Forman said he had expected a warning after showing up late for work, but not a final warning. Some employees are given half a dozen or more warnings before receiving a final one, he said, adding that managers frequently choose not to give warnings to well-liked employees.
In the agreement, Starbucks called Forman's firing "an unfortunate series of events." Darrow characterized it as "a mistake."
Besides giving him back his job, Starbucks is also paying Forman about $2,000 in back pay, he said.
Forman said he believes Starbucks reinstated him partly due to pressure from the IWW and other Starbucks workers. His co-workers at the Mall of America store walked out of work the day after he was fired in protest and Forman said about 50 Starbucks employees in the area signed a petition asking the company to give him his job back.
Forman also said he filed an unfair labor practice complaint against Starbucks with the National Labor Relations Board the day after he was fired.
Darrow said the filing of complaint did not influence Starbucks' decision to re-hire Forman and that the company reviewed the situation at Forman's request.
Although Starbucks has asked him to voluntarily withdraw the NLRB complaint now that he has his job back, Forman said he still intends to pursue it.
"The law was violated," Forman said. "They haven't given me any guarantee that this will not happen again."
Robert Chester, regional director for the NLRB in Minneapolis, confirmed that Forman filed the complaint in July and said the office is investigating.
If the NLRB deems that a law was broken, it will attempt to negotiate a settlement between Forman and Starbucks. If they don't agree to a settlement, the case would then go to court.
In 2006, Starbucks entered into a settlement with the NLRB to resolve a complaint filed by New York City workers attempting to organize a union at a Starbucks store. In that settlement, Starbucks rehired two employees that had been fired and posted a notice in three stores for 60 days affirming the rights of workers to unionize under the National Labor Relations Act.
Starbucks also settled with the NLRB in a 2007 Grand Rapids, Mich. case that involved bulletin board postings and an alleged comment made by a manager that an employee said was threatening.
Darrow said Starbucks did not admit to any wrongdoing in either settlement agreement and that the company decided to settle the cases to save both time and expense for all parties.
-->What does political-economy mean?
It means that the wealth we create as workers is owned and controlled by our masters. The control is political. We create the economy. We create capital. The owners decide what to do with what we've created, once they've paid us wages for what we have agreed to sell our skills for and what they've agreed to buy them for.
What is useful for the capitalists is to make money. Money is the measure of all things for them. Count it. It is a quantitative measure of what they have had us produce. Remember, they control what is produced by us.